Content Creation Workshop: Texten & Filmen für Social Media

Der 15/30/15-Trick

Die Null-Bock-Strategie für LinkedIn

Eigentlich wissen ja so gut wie alle, dass LinkedIn zu den wichtigsten Plattformen gehört, um Sichtbarkeit für sich und seine Marke zu erzeugen. Ein riesiger Pool an potenziellen Kundinnen und Kunden, ein unverzichtbares Recruiting-Tool, darüber hinaus noch kostenlos – halleluja!

Warum schöpfen dann die allermeisten das Potenzial des Kanals nicht mal annähernd aus?

LinkedIn sei unübersichtlich und voll von unnützen Informationen, wird uns oft erzählt. Wer will schon wissen, wie viele neue Kontakte XY jetzt wieder hat? Ein großes Problem ist auch das Thema, nennen wir es mal… Irrelevanz. Ja Marcel, Du hast heute morgen eine Maus vor einer Katze gerettet. Muss man daraus dann aber wirklich einen Beitrag übers harte Leben im Haifischbecken Finanzbranche („Fressen und gefressen werden“) stricken?

Überhaupt: Klar ist LinkedIn eine Steilvorlage für alle Selbstdarstellerinnen und -darsteller – so funktioniert die Plattform nun mal. Aber wie viele 10.000 Euro Du im Monat mit Deiner ganz, ganz tollen Marketingstrategie verdienst, interessiert die anderen herzlich wenig.

Zahlen, die überzeugen (sollten)

Ja, LinkedIn nervt manchmal. Und zugleich kann es für Dich und Dein Unternehmen echten Mehrwert bringen. Deswegen haben wir von MINDING GAPS eine – böse gesagt – Null-Bock-Strategie für den Kanal entwickelt: die 15/30/15-Regel. Einmal die Woche 60 Minuten führen mit minimalem Aufwand zu mehr Erfolg!

Du brauchst noch mehr Argumente?

  • Rund 18 Millionen Menschen in der DACH-Region nutzen LinkedIn. Die Plattform wächst rasant. Das sind alles potentielle Kundinnen und Kunden!
  • Du suchst einen Job oder neue Mitarbeitende? 95 Bewerbungen werden weltweit pro Sekunde über LinkedIn eingereicht, jede Minute 6 Menschen über LinkedIn eingestellt. Es ist somit eines der größten und erfolgreichsten Job-Portale der Welt. Für Headhunterinnen und Personaler ist die Plattform die erste Anlaufstelle.


Also, los geht’s!

Wie geht eigentlich LinkedIn? Die Texter von MINDING GAPS verraten es Dir!

Schritt 1: Das Warmmachen – 15 Minuten Profilpflege

Dieser Schritt kostet Dich in den ersten Wochen vielleicht die vollen 15 Minuten – danach bist Du sicher schneller fertig.

Wer sein (Unternehmens-)Profil einmal professionell anlegt, hat schon einen Vorsprung vor den vielen anderen, die sich diese Zeit nicht nehmen. Möglichst vollständig ausgefüllte Profile haben nachweislich mehr Ansichten und sind SEO-relevant.

Dazu gehören laut Untersuchungen:

  • ein professionelles Foto
  • Deine aktuelle Position
  • ein griffiger Slogan
  • ein „Info“-Block: Stärken, Leistungen, Interessen, Unternehmensausrichtung,…
  • das Nennen von mindestens fünf relevanten Fähigkeiten
  • möglichst viele Infos über Deine professionelle Laufbahn und Kompetenzen. Du kannst sogar – peu à peu, Woche für Woche – Deinen Lebenslauf und Arbeitszeugnisse hochladen.
  • Ist der Grundstein gelegt, solltest Du jede Woche einmal einen Blick auf Dein Profil werfen. Sind diese Angaben noch aktuell und relevant?

Schritt 2: Durchstarten – 30 Minuten Strukturieren und Schreiben

Zugegeben: In den ersten Wochen kann Dich das vielleicht mehr als 30 Minuten kosten. Aber es lohnt sich, in die grundlegende Ausrichtung mehr Zeit zu investieren. Sehr bald kommt die Routine – und Inspiration – von selbst und es geht viel schneller.
  • Überlege: Wie will ich mich positionieren? Möchtest Du als Expertin oder Experte für Dein Fachgebiet gesehen werden? Willst Du vorrangig Unternehmens-Updates liefern? Oder über Diskussionen in permanentem Kontakt mit Deinem Netzwerk bleiben?
  • Was würde mich interessieren, wenn ich die Zielgruppe wäre?
  • Was bringt meine Zielgruppe weiter (heißer Tipp: Fotos von Deinem Mittagessen sind es in der Regel nicht, außer Du bist in der Gastronomie tätig)?
  • Wie stelle ich den Beitrag in Bezug zu meinem Business bzw. meinen Interessen, die ich auf LinkedIn verfolge? Welche Probleme haben meine Follower und Followerinnen, wie kann ich sie lösen?

Wenn das alles klar ist, werden diese Punkte relevant, um Deine Reichweite und somit Sichtbarkeit zu erhöhen:
  • Poste unbedingt ein Bild zu Deinem Beitrag, das erhöht die Kommentarrate deutlich
  • Der erste Satz sollte ein sogenannter „Hook“ sein – ein Satz, der Aufmerksamkeit erzeugt und an dem die Userinnen und User hängen bleiben
  • Nutze auch mal unterschiedliche Formate, um Langeweile zu vermeiden: Bilder, Videos, Text, Umfragen, Veranstaltungslinks …

Kleine Tricks:
  • Hashtags verwenden. LinkedIn schlägt selbst welche vor, sagt aber auch: nicht mehr als 5 pro Post. Man kann sie auch in den Text einbauen
  • Call to Action: Stelle Fragen, mache Umfragen, sei meinungsstark – all das fördert die Interaktion
  • Infos/Branchen-News/Meinungen nicht einfach per Copy & Paste veröffentlichen, sondern kritisch hinterfragen
  • Mit Mentions (@FirmaXY) kannst Du Personen, Firmen, etc. erwähnen
  • B2C existiert eigentlich nicht. Auf der anderen Seite sitzen ebenfalls Menschen! Deswegen gehe gerne auch auf die emotionale Schiene. Diese Posts haben oft eine höhere Engagement-Rate

 Timing ist alles:
  • Am Donnerstag veröffentlichte Inhalte funktionieren angeblich am besten
  • Generell gelten die Zeiträume von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr als beste Posting-Zeiten für LinkedIn-Beiträge in Deutschland. Das trifft aber natürlich nicht auf jede Zielgruppe zu. Selbst ausprobieren ist das Zauberwort
  • Und nicht zuletzt: realistisch bleiben. Klar wäre es schön, wie so manch anderer drei, vier super Posts pro Woche rauszuhauen. Wenn Du keinen Bock auf LinkedIn hast, fahre eine andere Strategie, die Dich langfristig dabeibleiben lässt: lieber qualitativ hochwertiger Content als ein irrelevantes Dauerfeuer.

Schritt 3: Dehnen – 15 Minuten Kontaktpflege

LinkedIn-Nutzerinnen machen vergleichsweise viele Angaben auf der Plattform. Dadurch kannst Du leichter für Dich wertvolle Kontakte identifizieren und sie pflegen. Schließlich ist LinkedIn nicht umsonst ein soziales Netzwerk. Und es lohnt sich: LinkedIn ist laut Untersuchungen die beste Plattform zur Lead-Generierung mit einer (vergleichweise) hohen Besucher-zu-Lead-Conversion Rate.

  • Mit der Suchleiste kannst Du zielgruppengerechte Kontakte recherchieren. Gib nicht nur Personen, sondern auch nach Berufsbezeichnungen, Hashtags, Unternehmen oder Schlagworte ein. Du kannst sie auch kombinieren. Beispiel: Karlsruhe UND Content-Marketing
  • Vernetze Dich mit drei Personen oder sende drei Einladungen, Deinem Unternehmen zu folgen
  • Wird Deine Kontaktanfrage/Einladung angenommen, sende demjenigen einen kurzen Dank fürs Folgen. Das erhöht die Engagement-Rate
  • Like und kommentiere zehn Beiträge. Das sorgt für mehr Sichtbarkeit
  • Tritt relevanten LinkedIn-Gruppen bei und interagiere auch dort nach dem 15 Minuten-Prinzip.

Noch 15 Minuten über? Das Rennen analysieren – Betreibe Marktforschung!

  • Folge den Playern – also Deiner Konkurrenz – in der Branche. Warum sind ihre Beiträge so erfolgreich? Wecken sie Emotionen, bringen sie die Followerinnen und Follower beruflich weiter, nutzen sie ein ungewöhnliches Format? Wenn es sich für Dich richtig anfühlt, übernimm das Prinzip in Deinem nächsten Post
  • Sieh Dir Deine Statistiken an. Werte z.B. aus, wann Deine Posts am besten performen und welche Inhalte am besten ankommen. Wer ist Deine Zielgruppe? Wie ist sie z.B. demografisch verteilt?

Wir unterstützen Dich gerne

Natürlich kann man jeden, wirklich jeden Aspekt Deines LinkedIn-(Unternehmens-)Auftritts noch weiter und bis ins Detail professionalisieren. Wenn Du Blut geleckt hast, gibt es im Netz zahlreiche Anleitungen dafür.

Du hast alles verstanden – und trotzdem hängt es noch am Text? Verständlich! LinkedIn-Texte sind sehr speziell in Sachen Aufbau, zielgruppengerechter Ansprache, Thematik,… Wir von MINDING GAPS unterstützen Dich gerne dabei. Vom einfachen Post bis zum kompletten Redaktionsplan. Schau Dir unser Leistungsangebot zum Thema an oder sprich uns einfach an. Keine Panik – wir texten das!